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Festplattenbelegung unter Mac OS / mysql-bin Dateien

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Seit Wochen schon schrumpfte auf meiner Festplatte der zur Verfügung stehende Platz schneller als es durch neue Projekte oder sonstige Dateien eigentlich hätte sein sollen. Dies ist insofern besonders unangenehm, da ja Zeit Beginn des Zeitalters der SSD Drives im Praxiseinsatz die typische Größe der Festplatte eher wieder kleiner geworden ist und man doch etwas mit dem Plattenplatz haushalten sollte.

Da es soweit mir bekannt ist bei MacOS von Haus aus keine Möglichkeit gibt, bequem die Festplattenbelegung visualisiert zu bekommen habe ich mal das Open Source Tool Disk Inventory ausprobiert. Dieses indizierte meine SSD und ich konnte mir somit anschauen, was eigentlich die größten Speicherfresser waren.

Schnell war klar: vor allem MAMP macht sich mit seinem Folder hier enorm breit und verschlang alleine mehr als ein viertel des Platzes (in der Grafik oben links der gelb umrandete Bereich).

Wieso so viel? So enorm große Datenbanken habe ich dann auch nicht drauf. Allerdings gab es im Ordner auch eine ganze Menge ominöser mysql-bin Dateien mit einer Größe von bis zu einem Gigabyte pro Datei. Was war das? Offenbar habe ich mir da ein Ei ins Nest gelegt, als ich mir eine eigne my.cnf angelegt habe. Diese war eine Vorlage die bei MAMP dabei war und die ich nur teilweise abgeändert habe. Hierbei war allerdings dieser Eintrag hier aktiv geblieben:
log-bin=mysql-bin

Was macht das? Nun, "mysql-bin"s sind in erster Linie dazu da, komplette SQL-Statements & -Daten zu speichern und wird bei Datenreplikation, also z.B. für einen Master/Slave-Betrieb von Datenbanken benötigt. Eine suepr Sache... aber völlig unsinnig für ein lokales Entwicklungssystem. Denn das bin-log speichert alle Veränderungen an den Datenbanken. Ändern sich diese sehr häufig, wie z.B. weil man ein Drupal-Installationsprofil mehrfach neu aufsetzt, können da rasch viele 100 MB an Daten zusammenkommen.

Aber wie gesagt - für ein lokales Entwicklungssystem bringt es keinerlei Vorteile, also sollte die entsprechende Zeile in der my.cnf gelöscht oder auskommentiert sein. Dies ist nun der Fall - und ich hoffe entsprechend, dass die Festplatte nun wieder weniger schnell volläuft.

Kommentare

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Großartiges Tool …

Genau nach DiskInventory habe ich gesucht - so lassen sich Speicherfresser oder verwahrloste Dateien dann doch wesentlich schneller aufspüren. Gerade bei SSDs sehr praktisch - da ist man ja doch ein wenig eingeschränkt :)