erdfisch hat sich von 2020 nicht kleinkriegen lassen. Auch in diesem kontaktarmen Jahr haben wir einen Team-Workshop durchgeführt. Diesmal natürlich online und remote. Unsere Lotsin war Susanne Heiss, Facilitator for Change & Culture bei The Texturalists.

Susanne nahm uns zwei Tage lang mit viel Herz und Energie mit auf eine Reise zu neuen Horizonten – und führte uns letzten Endes zu uns selbst und zu einer Konzentration auf unsere Werte, Wünsche und Wirkweisen bei erdfisch.

Vier Dinge, die auf einem Online-Workshop nicht fehlen sollten

1 - Wiedererkennung

Wir hatten alle ein einheitliches Hintergrund-Bild, auf dem unsere jeweilige persönliche „erdfisch-Superkraft“ zu lesen war. Das sorgte für einen regen Austausch gleich zum Einstieg. Und jeder von uns trug eine Mütze mit dem erdfisch-Logo (bzw. konnte eine tragen, sofern er oder sie die über die Kopfhörer bekam).

Mehrere Teilnehmer in einer Videokonferenz

2 - Unboxing

Kapitän Frank erzeugte schon vor unserer Abfahrt Spannung. Vorab schickte er jedem erdfisch ein Päckchen, das erst vor der Kamera ausgepackt werden durfte. Für jeden war (passend zur Jahreszeit) eine Mütze, Teelichter und Süßes darin.

3 - Speeddating

2020 hat uns der persönliche Kontakt ziemlich gefehlt. Über den direkten und spontanen Austausch freuten wir uns daher im Team-Workshop sehr. Für Zweiergespräche (auch „Blitzlichter“ genannt) war zwar – wie beim Speeddating – nur wenig Zeit anberaumt, aber umso intensiver füllte sich die kurze Zeit mit entspanntem Talk fernab vom erdfisch-Alltag. Gut, um ein wenig runterzukommen und sich dem Kollegen oder der Kollegin hinter dem Projekt wieder ein wenig näher zu fühlen.

Die Zweierrunden kamen so gut an, dass wir planen, den kurzen, persönlichen Austausch gerade zu kontaktarmen Zeiten mehr in unseren Arbeitsalltag zu integrieren.

4 - Bier-Tasting

Sicher kann man online auch gemeinsam Karaoke singen, Pralinen herstellen oder zocken. Wir hatten uns für einen entspannten Ausklang mit Brewcomer entschieden. Der Craft-Beer-Laden aus Kiel ließ es sich nicht nehmen, vier seiner Empfehlungen (die jeder von uns mit der Post bekommen hatte) live vor der Kamera mit uns zu testen.

Dabei stellten Henjo (in Berlin am Piano) und Pascal (in Belgien an der Gitarre) spontan eine Jam-Session auf die Beine. Kann sein, dass sie zeitversetzt spielten, aber nach vier Bier merkte das auch keiner mehr.

Ein Bildschirm mit einem Bierglas und einer Flasche im Vordergrund

Vier Dinge, die man auf einem Online-Workshop auf keinen Fall machen sollte

1 - Zu spät kommen

Peinlich: Bist du nicht rechtzeitig nach einer Pause wieder am Platz, fragt sich deine Crew, ob die Session schon weitergehen oder man noch auf dich warten soll. Und: Wer zu spät kommt, der weiß mitunter gar nicht, in welcher Session er gerade ist. Gleich zu Beginn wies uns Lotsin Susanne deshalb auf die Workshop-Netiquette hin: Hier stand Pünktlichkeit ganz oben.

2 - In den Workshop-Pausen arbeiten

Wenn dein Team über deinen Bildschirm zu dir nach Hause kommt, ist das natürlich verlockend. Klar, kann man machen. Aber dann fühlst du dich abends auch wie ein Zombie.

Mails, Arbeitsaufträge, Telefonate… da kommt man leider nicht immer drumherum. Aber besser ist es, sich hier (soweit möglich) eine Pause vom Arbeitsalltag zu gönnen. Denn ein Online-Workshop fordert deine volle Aufmerksamkeit, daher nutze die Pausen zum Auftanken, Nachdenken, Bewegen!

3 - Den Online-Workshop nebenbei machen

Spoiler: Einen Online-Workshop so nebenbei zu machen funktioniert überhaupt nicht. Wer denkt, dass man während einer Online-Konferenz schnell mal in die Küche kann, chatten oder mit dem Hund rausgehen, wird enttäuscht sein. Erstens: Stabiles Internet ist wichtig, daher sollte der WLAN-Hotspot so wenig wackeln wie möglich. Zweitens: Ein Team an elf Bildschirmen hat eine Menge Diskussionsbedarf, dem man so „nebenbei“ nicht gerecht wird.
Aber für dasNebenbei“ gab es ja noch die Workshop-Pausen. Die konnte man gemeinsam vor den Bildschirmen verbringen konnte, wenn man noch nicht genug davon hatte.

4 - Direkt aus dem Bett vor den Bildschirm kriechen

Wenn dein Team über deinen Bildschirm zu dir nach Hause kommt, ist das natürlich verlockend. Klar, kann man machen. Aber dann fühlst du dich abends auch wie ein Zombie.

Fazit

Die zwei Workshop-Tage waren vollgepackt mit Fragen und Infos über erdfisch, unsere Werte, unsere Arbeitsweise und unsere Aufgaben für 2021. Somit hatten wir am Ende des Jahres noch einmal Zeit, Gewohntes zu hinterfragen, neue Ideen zu diskutieren und voller Energie ins neue Jahr zu starten. Vor allem aber haben wir uns gefreut, dass wir uns auch 2020 als Team in einem lockeren Rahmen treffen konnten. Auch wenn es „nur“ am Bildschirm war!

Cosima Stawenow

Cosima Stawenow

Kommunikation