erdfisch im remote Stand-up
22.10.2020

Remote Work bei erdfisch

Bei erdfisch arbeiten rund 50 % der Mitarbeiter im Homeoffice. Und das nicht erst seit Corona.
Henjo findet, Homeoffice bei erdfisch funktioniert deshalb so gut, weil vieles durchorganisiert ist. Von einheitlichen Software-Lösungen ĂŒber eine erstklassige Arbeitsausstattung bis hin zu gelebter Feedback-Kultur: erdfisch bietet seinen Mitarbeitern alles, was es im Homeoffice braucht.

Tools und Rituale fĂŒr das Homeoffice: Das hat sich bewĂ€hrt
Homeoffice fĂŒr alle?

In Corona-Zeiten mĂŒssen viele Branchen umdenken. Jeder Mitarbeiter, der an einem Bildschirm sitzt, soll jetzt – wenn möglich – von zu Hause aus arbeiten. Homeoffice fĂŒr alle? Eine Umfrage von MĂ€rz 2020 zeigt, dass derzeit knapp die HĂ€lfte aller Arbeitnehmer im Homeoffice arbeitet. Davon durften 18 Prozent zuvor gar nicht im Homeoffice arbeiten und 31 Prozent tun es jetzt hĂ€ufiger als frĂŒher.
Was fĂŒr einige Unternehmen noch Neuland ist, funktioniert bei erdfisch seit Jahren: Bei uns arbeitet rund die HĂ€lfte der Mitarbeiter dauerhaft im Homeoffice bzw. remote. Im Corona-Lockdown arbeiten wir alle vor dem heimischen Bildschirm – und unsere ArbeitsablĂ€ufe funktionieren genauso gut.
Crew-Mitglied Henjo möchte euch deshalb die Tools und Rituale vorstellen, die sich fĂŒr Remote Work am besten eignen.

Remote Work als Projektmanager? Das geht!

Ich heiße Henjo und bin Projektmanager bei erdfisch. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des Teams als Projektmanager bei erdfisch an Bord. Ich arbeite von Berlin aus. Ein Umzug nach Heidelberg zur erdfisch-Zentrale kam fĂŒr mich nie infrage – und wurde von meiner Crew auch nie eingefordert. Nebenberuflich bin ich Musiker und spiele in mehreren Bands. Das ist mir wichtig. erdfisch bietet mir das, wonach ich zuvor lange gesucht hatte: eine verantwortungsvolle Arbeit mit der richtigen Portion Work-Life-Balance.
Abends habe ich unterm Strich mehr Zeit fĂŒr mich und meine Musikprojekte. Ein weiteres Plus: Ich spare mir den Arbeitsweg. Das ist nicht nur fĂŒr meine Zeitplanung gut, sondern auch positiv fĂŒr die Umwelt-Bilanz.
FĂŒr meinen Start bei erdfisch war keine große Um- oder Eingewöhnung nötig. Remote Work musste einfach klappen – und es fĂŒhlte sich nie falsch an.

Ein StĂŒck Neuland war es dann doch: Der Kontrast zwischen BĂŒro-Anwesenheit und Remote-Arbeit. Mal schnell rĂŒbergehen und etwas nachfragen ist nicht. Chats und Videokonferenzen bringen uns zwar so nah wie möglich zusammen, aber dennoch ist man eben woanders.
Auch spontane Treffen nach Feierabend sind bei uns natĂŒrlich kaum möglich. Daher holen wir diese gezielt nach, wenn wir in Heidelberg oder andernorts zusammentreffen. So leidet die persönliche Beziehung nicht unter der reinen ProfessionalitĂ€t des Alltags.

Mann vor Monitoren im Homeoffice in Selfie Position

Warum Remote Work bei erdfisch gut funktioniert

Papierberge und Aktenordner gehören bei erdfisch bis auf einige unvermeidliche Aufgaben der Vergangenheit an. Mit Ausnahme meines Arbeitsvertrags kann ich mich nicht erinnern, in meinem ersten halben Jahr hier irgendwelche Papierdokumente verarbeitet zu haben. Eine gute Voraussetzung fĂŒr die Remote-Arbeit!
Sie funktioniert auch deshalb so gut, weil bei erdfisch vieles durchorganisiert ist.
Das Daily Standup stellt sicher, dass die erdfische sich tÀglich sehen. So bleiben die Namen und Gesichter der Kollegen von Berlin bis Belgien prÀsent.
Wir erdfische sind zwar weit verteilt, aber trotzdem ein Team. Wir sind fokussiert auf Zusammenarbeit und Feedback; Miteinander und Hilfsbereitschaft werden groß geschrieben.
An einem Projekt arbeiten immer mehrere Kollegen – von unterschiedlichen Orten aus. In der Regel sind das zwei Entwickler und ein Projektmanager, der von weiteren Kollegen tatkrĂ€ftige UnterstĂŒtzung erhĂ€lt.
Wir lösen Probleme in direkter Absprache, bevor wir die Arbeit an unseren Kunden weiterreichen.
Usere „Sub-Teams” haben noch einen Vorteil: Wenn der eine erdfisch mal krank ist, ist noch ein zweiter da, der am Projekt arbeiten kann.
FĂŒr morgendliche Team-Meetings kommen wir tĂ€glich gemeinsam an Deck und bringen uns immer gegenseitig auf den neuesten Stand. KapitĂ€n Frank nimmt sich alle 14 Tage Zeit fĂŒr zusĂ€tzliche Meetings. In diesen persönlichen GesprĂ€chen (One-on-Ones) steht der Austausch ĂŒber private Themen und die aktuelle Stimmung im Fokus. So können Untiefen gemeinsam umschifft und das gegenseitige Vertrauen gestĂ€rkt werden.

Besuche und Dienstreisen: Bei erdfisch gerne gesehen!

NatĂŒrlich sitzen wir nicht immer nur zu Hause vor unseren Bildschirmen. RegelmĂ€ĂŸige Dienstreisen und Besuche in der Heidelberger Zentrale gehören fĂŒr jeden „Remoteler” dazu.
Ob sommerliches Grillen, Weihnachtsfeier, intensive Zusammenarbeit an aktuellen Projekten oder weitere gemeinsame TĂ€tigkeiten: Die erdfisch-Hauptstadt am Neckar lernt jeder kennen.
Auch zu Kundenterminen oder zur DrupalCon wird mal gereist. Entfernungen spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Wo man hin muss, muss man eben hin.
GrundsÀtzlich ist die erste Wahl beim Verkehrsmittel immer die Bahn; Abweichungen werden je nach Strecke und Anzahl der reisenden Personen flexibel besprochen.

Blick auf Homeoffice Desk mit Monitoren, Notebook und Kaffeetasse

Welche Software fĂŒr Remote Work?

Jeder erdfisch arbeitet grundsĂ€tzlich eigenverantwortlich und selbststĂ€ndig. Die gesamte Arbeit ist so organisiert, dass sie zu jeder Zeit an jedem Ort erledigt werden kann. DafĂŒr sorgt der richtige Mix aus bewĂ€hrter Software, meist Open-Source.
Das Programm, das mit Abstand am meisten genutzt wird, ist der Internet-Browser. Nicht nur findet die gesamte Dokumentation der Arbeit, der Methoden und der Meetings darin statt – auch die Kommunikation geschieht bis auf E-Mails fast ausschließlich im Browser. Alle Tools, die es zulassen, werden selbst gehostet, um den eigenen hohen DatenschutzansprĂŒchen gerecht zu werden.
Dateien halten wir ĂŒber die selbst gehostete NextCloud aktuell, ĂŒber diese teilen wir auch unsere Kalender. Das Ticketsystem Jira stellt sicher, dass Projekte nachvollziehbar gepflegt werden.
Der tĂ€gliche Blick ins Jira-Dashboard verrĂ€t uns die anstehenden Aufgaben, fallspezifische Lösungen darf und soll jeder selbst erarbeiten. Außerdem ist unser Arbeitsalltag ist stark geprĂ€gt vom Dokumentations-Tool Confluence. Damit kann man sich jederzeit von bestehenden LösungsansĂ€tzen der Kollegen inspirieren lassen, diese erweitern und aktualisieren.
Last but not least: Meetings ĂŒber verschiedene Online-Dienste wie die Chat-Funktion Mattermost und das Tool fĂŒr Video-Konferenzen Whereby ersparen auch unseren Kunden die Installation von Software.

Gute Hardware im Homeoffice: Bei erdfisch stimmt die Ausstattung.

Eine vollstĂ€ndige und hochwertige Ausstattung mit Hardware ist bei erdfisch selbstverstĂ€ndlich. Dass am falschen Ende gespart wurde, habe ich noch nie erlebt. Wer wie ich remote arbeitet, wird genauso mit allen notwendigen Arbeitsmaterialien beliefert wie die erdfische vor Ort. Das beginnt beim Laptop und reicht, wenn gewĂŒnscht, bis zur Kaffeemaschine.
Du wendest dich an Anja, wenn du etwas brauchst bzw. an Fabian, wenn es um computertechnische Ausstattung geht. Und wenn es mit der Post versendbar ist, dann hast du es wenige Tage spÀter im Briefkasten.
Ein gutes Arbeitsumfeld bringt gute Ergebnisse. Dieses Bewusstsein ist bei erdfisch verankert und wird alltÀglich gelebt.
Die technische Basis des Rechners kann der Arbeitnehmer grundsĂ€tzlich selbst bestimmen. Die meisten erdfische nutzen branchenĂŒblich entweder macOS oder andere Unix-basierte Systeme wie Linux-Distributionen.

Organisation im Homeoffice: So behĂ€lt man den Überblick

Diese ganzen Online-Tools! Lauter Dinge mit kurzen, griffigen Namen, von denen man ohne Programmierer-Background noch nie gehört hat 
 git, mite, whereby, covert... viele Dinge mit einer Domainendung wie ".io" oder ".team"... die Liste könnte endlos fortgefĂŒhrt werden. Wer soll da den Überblick behalten?
ZunĂ€chst habe ich mir fĂŒr alles Links angelegt. Alles, was ich regelmĂ€ĂŸig brauche, sitzt in der Schnellzugriffsleiste im Browser. Das hat sich bewĂ€hrt und nach ein paar Wochen habe ich dann auch mehr und mehr verstanden, wofĂŒr die einzelnen Tools gut sind und wie sie genutzt werden.
GlĂŒcklicherweise war es nie ein Problem, wenn ich mir Zeit dafĂŒr genommen habe, meine E-Mail-Inbox aufzurĂ€umen. Im Gegenteil! Alles, was abgegessen ist, habe ich fein sĂ€uberlich nach Kunden sortiert archiviert. Hier kann und sollte man Zeit investieren. Initial geht dafĂŒr erstmal viel drauf, aber spĂ€ter spart man noch mehr.

Remote Work: Gut gerĂŒstet in schwierigen Zeiten

Ich glaube ĂŒbrigens nicht, dass ich als „digital native“ bei Remote Work einen Vorsprung habe. Nein, es braucht einfach Köpfe, egal welchen Alters, die sagen: Homeoffice? Remote Work? Hey, das kann funktionieren! Voraussetzung dafĂŒr ist die richtige Mischung aus browserfreundlicher Software und positiven Vibes. Dazu gehören gegenseitiges Vertrauen, ein respektvoller Umgang und die Eigenverantwortung eines jeden Mitarbeiters.
Man muss damit gar nicht erst auf so etwas wie Corona warten. Wer seinen Kurs bereits seit Jahren auf Remote Work setzt, behÀlt auch in unsicheren Zeiten, wie wir sie derzeit erleben, einen klaren Kopf.