Am 26. April ist es wieder soweit: Girl’sDay! Bereits zum vierten Mal nehmen wir an dieser wichtigen Veranstaltung teil und begrĂŒĂŸen zwei MĂ€dchen, die in unseren technik-geprĂ€gten Agenturalltag hineinschnuppern.

Informatik und das Programmieren sind immer noch eine MĂ€nnerdomĂ€ne. Leider! GefĂŒhlt interessieren sich nur wenige MĂ€dchen und Frauen fĂŒr die Berufe in diesem Arbeitsbereich. Dabei sind die Kolleginnen eine Bereicherung, um festgefahrene Bahnen zu verlassen und neuen Entwicklergeist zu entfachen. Deshalb zeigen wir als Drupal-Experten interessierten MĂ€dchen, wie spannend und abwechslungsreich die IT-Welt ist, und vor allem, dass sie richtig Spaß macht.

Was ist der Girls’Day?

Durch Vorurteile und Denkmuster und geschlechtsspezifische Gesellschaftsnormen ist der Frauenanteil in den sogenannten MINT-Berufen immer noch recht klein. Aber Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind nicht nur etwas fĂŒr Jungs. Warum auch?

Den Girl’sDay als „MĂ€dchen-Zukunftstag“ gibt es schon seit 2001. Er soll MĂ€dchen die Möglichkeit geben, technische Jobs kennenzulernen. Sie sollen neugierig werden und sich in Berufsfeldern umsehen, die sie sonst vielleicht bei ihrer beruflichen Orientierung eher weniger in Betracht gezogen hĂ€tten.

FĂŒr uns ist dieser Tag eine Chance, MĂ€dchen fĂŒr den IT-Bereich zu begeistern und ihnen zu zeigen, dass sich Frauen in diesen Berufen wohlfĂŒhlen können und dass sie gebraucht werden.

Warum sind Frauen in technischen Berufen so wichtig?

Frauen sind eine Bereicherung fĂŒr die IT-Welt. Oft bringen sie einen anderen Blickwinkel mit. Ihre Herangehensweise unterscheidet sich mitunter von der mĂ€nnlichen, und das bringt neue, andere LösungsansĂ€tze hervor. Meist haben MĂ€dchen StĂ€rken im kommunikativen Bereich und verĂ€ndern damit die gesamte Interaktion im Team. Sie sind in diesem grĂ¶ĂŸtenteils mĂ€nnlichen Umfeld eine Abwechslung und bringen Schwung ins Unternehmen. Das stellen wir in der tĂ€glichen Arbeit mit unseren Kolleginnen fest. Wir sehen darin eine Bereicherung, die wir gerne erweitern wĂŒrden.

Beim Girls’Day machen wir immer wieder die Erfahrung, dass MĂ€dchen sehr interessiert und begeisterungsfĂ€hig sind und keinerlei BerĂŒhrungsĂ€ngste haben. Es macht Spaß zu sehen, wie routiniert und selbstverstĂ€ndlich sie schon im Teenageralter in der IT agieren.

Deshalb ist es uns wichtig, dass wir die Gleichberechtigung in diesem Bereich vorantreiben und dass sich mehr MĂ€dchen und Frauen fĂŒr die MINT-Berufe öffnen. FĂŒr die Firmenkultur sind sie eine wertvolle Chance, wie wir in der Praxis immer wieder feststellen.

Warum interessieren sich MĂ€dchen und Frauen so wenig fĂŒr MINT-Berufe?

Vermutlich spielen da verschiedene Faktoren eine Rolle. Ein Grund mag sein, dass geschlechtsspezifische Stereotype schon im Kleinkindalter anerzogen werden – wenn nicht von den Eltern, dann von der Gesellschaft. Es gibt z. B. Spielzeug und Kleidungsdesign, welches klar zwischen MĂ€dchen und Jungen unterscheidet. Das setzt sich im Laufe des Heranwachsens fort, sodass Jugendliche in der beruflichen Orientierungsphase eher Berufe ins Auge fassen, die diesen Rollen entsprechen.

Wir finden, dass hier ein Umdenken stattfinden sollte. Auch wenn es schwer ist, MĂ€dchen fĂŒr Technik und IT zu begeistern, wollen wir bei erdfisch genau das mit der regelmĂ€ĂŸigen Teilnahme am Girls’Day tun.

Was erwartet die MĂ€dchen beim Girls’Day bei erdfisch?

Wir haben im Vorfeld beide MĂ€dchen, die bei uns hineinschnuppern werden, gebeten, sich zu ĂŒberlegen, fĂŒr wen sie eine Website erstellen wollen. Das kann ein eigenes Blog sein, eine Website fĂŒr ihre Eltern, einen Verein oder ein Projekt, das ihnen am Herzen liegt.

Am Girls’Day werden wir ihnen das Content-Management-System und -Framework Drupal erklĂ€ren sowie Fragen dazu beantworten. Das technische VerstĂ€ndnis fĂŒr das System ist eine wichtige Arbeitsgrundlage und hilft den MĂ€dchen spĂ€ter, ihre Ideen umzusetzen. Sie lernen, wie die eigene Website mit Drupal aufgebaut, gepflegt und weiterentwickelt werden kann. DarĂŒber hinaus möchten wir sie dazu ermutigen, die Website nach diesem Tag weiterzufĂŒhren. Deshalb sind wir auch nach dem gemeinsamen Tag bei Problemen und Fragen fĂŒr sie da.

NatĂŒrlich erfahren sie auch viel ĂŒber unseren BĂŒroalltag. Sie nehmen an Meetings teil, lernen erdfisch, unsere Mitarbeiter und unsere Arbeit nĂ€her kennen. Und sie sollen sehen, dass der IT-Bereich nicht so „nerdig“ ist wie hĂ€ufig angenommen. Hier Menschen arbeiten unterschiedlicher Herkunft mit verschiedenen Ausbildungen, StĂ€rken und TĂ€tigkeitsschwerpunkten. Diese Vielfalt macht ein gutes und erfolgreiches Team aus.

Wie geht es nach dem Girls’Day weiter?

Wir versuchen mit den MĂ€dchen Kontakt zu halten. Nicht nur, um Ihnen bei der FortfĂŒhrung ihrer Websites zu helfen, sondern um ihren Werdegang weiterverfolgen zu können. Wenn sie in ein bis zwei Jahren soweit sind, wĂŒrden wir uns freuen, wenn sie bei uns im Rahmen eines Praktikums noch weitere Erfahrungen sammeln und sich tiefer ins Thema einarbeiten.

Wir wollen, dass sich mehr MĂ€dchen und Frauen fĂŒr den IT-Bereich interessieren, und das braucht mehr Zeit als nur einen Tag im Jahr.
Außerdem arbeiten wir mit der Dualen Hochschule Baden-WĂŒrttemberg (DHBW) in Mosbach zusammen und bilden im dualen Studiengang aus. Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Studentin Janet Lehmann eine Frau fĂŒr diese Ausbildung gewinnen konnten. Viele junge Frauen interessieren sich eher fĂŒr den Design-Aspekt und nicht fĂŒr das Programmieren.

Wir wĂŒnschen uns, dass die MĂ€dchen nach dem Girls’Day mit einem positiven Bild der Technikberufe nach Hause gehen. Vielleicht entdecken sie darĂŒber hinaus ihr Interesse und Talent fĂŒr diesen Bereich. Sie sollen offen zu ihren Vorlieben und FĂ€higkeiten stehen können und auch selbstbewusst gesellschaftliche Normen hinterfragen sowie Vorurteile abbauen.

Wir erdfische hoffen, dass wir unsere beiden MÀdchen beim diesjÀhrigen Zukunftstag genau dazu ermutigen können.

Profilfoto Frank Holldorff

Frank Holldorff

GeschĂ€ftsfĂŒhrer