iftra Service-Portal
13.04.2022

iftra "Service-Portal" - B2B-L√∂sung f√ľr Kunden

erdfisch realisiert in einem "mixed team" mit der Inhouse-Entwicklungsabteilung des Kunden ein B2B-Portal auf der Basis von Drupal 9.

Eines unsere neuesten Projekte, welches unl√§ngst in den Produktiveinsatz gegangen ist, ist das "Service Portal" f√ľr das Institut f√ľr Transparenz im Gesundheitswesen, kurz iftra. Dabei handelt es sich um ein B2B-Portal zur Datenverwaltung, welches wir gemeinsam mit der internen Entwicklungsabteilung des Kunden auf der Basis von Drupal 9 umgesetzt haben.

Was war die Ausgangssituation?

iftra betreibt unter anderem die Webseite ‚Äěseniorenportal.de‚Äú. Bestimmte dort ausgegebene Daten, wie etwa Informationen zu Einrichtungen, deren Angebot sich an Senioren richtet, wie z.B. Pflegeeinrichtungen oder Einrichtungen f√ľr betreutes Wohnen, wurden bisher in einer individuell durch den Kunden selbst entwickelten Datenbank vorgehalten und verwaltet. Einrichtungen konnten sich in diesem Verzeichnis neu listen lassen und auf Anfrage hin ihre Daten erg√§nzen oder erweitern lassen.

Es existierte jedoch f√ľr dieses Einrichtungsverzeichnis bisher kein f√ľr Kunden oder Interessenten zug√§ngliches Frontend, um dort Datens√§tze zu ihren Einrichtungen selbstst√§ndig pflegen oder statistische Auswertungen vornehmen zu k√∂nnen. Entsprechend mussten solche √Ąnderungen immer zun√§chst durch die Kunden bei iftra "bestellt" werden.

Initial sollte auf der Basis von Drupal ein Frontend-System geschaffen werden, welches mittels API an die Datenbank-Eigenentwicklung angeschlossen wird und so eine Benutzeroberfläche bereitstellt, dass die Datenpflege auch Kunden möglich wird.

Was haben wir umgesetzt

Nachdem wir gemeinsam mit iftra m√∂gliche Herangehensweisen an das Projekt eruiert hatten, wurde entgegen der urspr√ľnglichen Planung die Entscheidung getroffen, die bisherige Datenbank-Eigenentwicklung aufzugeben und das komplette Datenmodell in Drupal neu abzubilden. Hinzu kam dann die Konzeption und Durchf√ľhrung einer Datenmigration.

Was kann das System?

Eine Besonderheit des Datenmodells ist die mehrstufige hierarchische Strukturierung, in welcher sich die Datens√§tze der Pflegeeinrichtungen oftmals befinden. In der Regel geh√∂rt eine konkrete Pflegeeinrichtung zu einem Tr√§ger oder einer Kette mit mehreren Standorten, die ggf. ihrerseits √ľbergeordnete Strukturen oder Verwaltungseinheiten angeh√∂ren. Beispielsweise kann an oberster Stufe ein Bundesverband stehen, darunter mehrere Bezirksverb√§nde, dann wiederum Kreisverb√§nde, und dann die konkrete Einrichtung. Nicht immer gibt es f√ľr jede Ebene einen konkreten Ansprechpartner, der die jeweilige Ebene pflegt. Entsprechend musste eine L√∂sung umgesetzt werden, nach der sich Administrierungsrechte in der Hierarchie nach unten vererben, sodass z.B. der Verwalter auf Bezirksverbandsebene auch alle Kreisverb√§nde und die darunter verorteten Einrichtungen administrieren kann. Abgebildet wurde dieses Datenmodell mit insgesamt vielen tausend Einrichtungen mithilfe von Gruppen und Taxonomien.

Einer Gruppe zugeordnete Nutzer k√∂nnen verschiedene Rolle besitzen. Die m√§chtigste Rolle ist hierbei der "Kunden-Admin". Dieser kann die jeweilige Gruppe und alle unter ihr hierarchisch angesiedelten Gruppen administrieren. Zudem kann er in diese Gruppen neue Nutzer einladen und ihnen die Rollen "Editor" und "Editor Plus" geben, oder auch vorhandene Nutzer im eigenen Gruppenumfeld blockieren. Editoren k√∂nnen nur auf ihrer jeweiligen Gruppen-Hierarchieebene den Inhalt der zugeh√∂rigen Einrichtung editieren und als "Draft" speichern, aber nicht publizieren. Dies erledigen k√∂nnen Nutzer, die mindestens die Rolle "Editor Plus" besitzen. F√ľr den Ver√∂ffentlichungsprozess der Inhalte kommt das Drupal-Modul Workflow zum Einsatz.

Da es sich um ein B2B System handelt, war eine gute Benutzerf√ľhrung wichtig, aber auf ein eigenes Design wurde aus Kostengr√ľnden zun√§chst kein Fokus gesetzt. Zum Einsatz kam daher auch f√ľr das Frontend das "Gin Theme".

Was war besonders?

Die Umsetzung des Projekts erfolgte gemeinsam mit der internen Entwicklungsabteilung des Kunden, welche bis dahin die selbst entwickelte Einrichtungsdatenbank konzeptioniert, umgesetzt und weiterentwickelt hatte.

Dies war insofern besonders, dass der zust√§ndige Entwickler zwar mit dem geballten Prozesswissen des Kunden und Kenntnissen √ľber die verwendeten Datenmodelle ins Team kam, aber mit Drupal selbst noch keine Erfahrungen hatte - sich diese aber unbedingt aneignen wollte. Beim erdfisch-Team war es genau umgekehrt. Das versetzte uns in die einmalige Situation, dass

  • das gemischte Entwickler-Team aus Kunden-DEV und erdfisch-DEVs¬† sehr effizient das neue Datenmodell und eine Datenmigration konzipieren konnte
  • w√§hrend der Implementierungsphase der Kunden-DEV durch best√§ndigen Wissenstransfer und gemeinsames Hands-On oder Pair-Programming zunehmend bef√§higt wurde, selbst Aufgaben innerhalb der Drupal-Entwicklung zu planen und durchzuf√ľhren, sodass
  • gewisserma√üen als Begleiteffekt des Projekts nun auch signifikante Inhouse-Kompetenzen auf Seiten des Kunden in Bezug auf den eigenverantwortlichen Betrieb und die Weiterentwicklung des neuen Drupal-Projekts aufgebaut werden konnten.

 

Schlagworte

drupal B2B Portal