Gin Everywhere
Konsistente Gin Bearbeitungsoberflächen für Redakteure auf allen Entities.
Worum geht es hierbei?
Das Gin Admin Theme
Für eine einheitliche, moderne, wiedererkennbare Optik setzen wir seit den Zeiten von Drupal 9 konsequent auf das Gin Admin Theme. Es handelt sich dabei gegenüber dem früheren Drupal Core Standard Admin Theme "Claro" um ein von einem professionellen Design-Team erstelltes Contrib-Modul mit Vorteilen in Barrierefreiheit, verbesserter Optik und optional aktivierbaren Features wie Dark Mode. Es hat annähernd 100.000 Installationen und gilt als der "Quasi-Community-Standard". Tatsächlich ist es so gut, dass es als Standard für Drupal CMS eingesetzt wurde und seit Drupal Core 11.3 auch dort fest verankert wurde.
erdfisch supportet Gin aktiv als Sponsor; wir nutzen es in all unseren Projekten. Das Gin Admin Theme ist Voraussetzung für das Gin Everywhere Modul.
Die Ausgangslage: Eine Redaktion, viele Masken
Ein Redaktionsteam arbeitet täglich in Drupal. Für Artikel und Seiten ist der Ablauf eingespielt: rechts die Seitenleiste mit Status und Veröffentlichungsdatum, oben die Speichern Leiste, wichtige Einstellungen sind dort, wo man sie erwartet.
Dann kommt der Alltag dazwischen. Jemand pflegt Schlagworte, aktualisiert eine Mediendatei oder korrigiert ein Benutzerprofil. Plötzlich ist die Oberfläche eine andere. Elemente sind an anderen Stellen, Felder wirken weniger sortiert, und die vertraute Struktur fehlt.
Dieser Wechsel klingt klein. In Summe kostet er Zeit, Konzentration und sorgt dafür, dass Teams häufiger nachfragen oder Dinge übersehen.
Das konkrete Problem: Orientierung kostet Zeit und macht Teams fehleranfälliger
Wenn jede Entität eine andere Bearbeitungsmaske mitbringt, entsteht jedes Mal ein Mini Onboarding:
- Der Speichern Bereich ist an einer anderen Stelle.
- Status und Metadaten sind weniger schnell auffindbar.
- Pflichtfelder sind im Formularfluss schwerer zu erkennen.
Das betrifft nicht nur neue Kolleginnen und Kollegen. Auch erfahrene Redaktionen verlieren bei jedem Wechsel ein paar Sekunden Orientierung. In stressigen Phasen führt das zu Fehlern, zum Beispiel wenn Einstellungen übersehen oder Inhalte im falschen Kontext angepasst werden.
Genau hier setzt Gin Everywhere an.
Warum war das nötig?
Gin gehört zu den modernsten Admin Themes im Drupal Ökosystem und wird von vielen Teams als Standard im Redaktionsalltag genutzt. Mit dem großen Symfony-Wechsel ab Drupal 8 begannen auch die Überlegungen für ein neues Backend. Ab Drupal 9 hat erdfisch das Gin Theme per Standard eingesetzt.
Trotzdem deckt die Gin Editing Experience nicht automatisch alle Entitätstypen in derselben Qualität ab. Für Redaktionen zählt am Ende nicht, ob etwas technisch als Node, Taxonomie oder Media gespeichert ist. Entscheidend ist, dass die Bearbeitung konsistent und vorhersehbar bleibt.
Gin Everywhere schließt diese Lücke bewusst schlank: keine neue Oberfläche, keine Sonderlogik, sondern die konsequente Übertragung des Gin Edit Patterns auf weitere Bereiche. Falls Gin diese Fälle künftig selbst vollständig abdeckt, kann der Baustein wieder entfallen.
Was sind die Vorteile?
- Weniger Sucharbeit im Redaktionsalltag: Die wichtigsten Bedienelemente liegen konsistent an derselben Stelle.
- Schnelleres Onboarding: Teams lernen eine Bearbeitungslogik, statt je Entität neu umdenken zu müssen.
- Weniger Fehler durch Kontextwechsel: Weniger Überraschungen in der UI senken die Wahrscheinlichkeit, Einstellungen zu übersehen.
- Höhere Akzeptanz im Betrieb: Eine moderne, einheitliche Oberfläche wirkt wie eine durchgängige Plattform, nicht wie eine Sammlung von Sonderfällen.
- Ideale Kombination: Zusammen mit unserem Modul language_select_sidebar wird die Backend-Erfahrung noch besser, denn nun arbeitet beides zusammen: die Sidebar erscheint auf Medien, Terms usw. überall wiedererkennbar und die Sprachauswahl findet man auch immer dort. Ein Traumpaar!
Beispiele für die Anwendung
Schlagwort Pflege: Setup, Problem, Einsatz, Ergebnis
Eine Redaktion betreibt einen sauberen Schlagwortkatalog, der regelmäßig erweitert und gepflegt wird. Im Alltag wechseln Redakteur:innen zwischen Artikeln und Taxonomiebegriffen hin und her.
Ohne Gin Everywhere fühlt sich das Bearbeiten von Schlagworten wie ein Rückschritt an. Die Oberfläche wirkt anders, wichtige Informationen stehen nicht dort, wo man sie erwartet. Der Wechsel kostet jedes Mal Zeit und Konzentration.
Mit Gin Everywhere bleibt das Bedienmuster erhalten. Die Redaktion sieht auch bei Schlagworten die vertraute Gin Struktur und kann sich auf den Inhalt konzentrieren.
Das Ergebnis: weniger Reibung, weniger Rückfragen, mehr Konsistenz in der Pflege.
Weitere Anwendungen im selben Setup
- Medienbibliotheken mit vielen Assets: Alt Texte, Copyright Angaben und Metadaten lassen sich genau so bearbeiten wie Inhalte.
- Benutzerverwaltung in Redaktionsprojekten: Profile und Rollenpflege werden übersichtlicher, weil die Oberfläche vertraut bleibt.
- Projekte mit eigenen Entitäten und Inhaltsarten: Auch maßgeschneiderte Bereiche wirken wie Teil eines konsistenten Systems.
Screenshots
Verbesserungen der User Experience zeigt man am besten anhand von Screenshots.
Vorher:
Das Standard-Formular eines Taxonomie-Terms. Alle Felder stehen untereinander und bei sehr großen Formularen würden wichtige Interaktionspunkte wie "Veröffentlicht" oder auch der Speichern-Button leicht aus dem Viewport rutschen.
Nachher:
Mit dem gin_everywhere Modul erscheint dieses Taxonomie-Formular – ebenso wie viele andere auch – wiedererkennbar wie bei einer Node: Wichtige Metainformationen sind gut in der Sidebar zu erreichen, Veröffentlichungsschalter und Speichern-Button sind immer oben rechts an derselben Stelle anzutreffen. Die "Löschen"-Option ist zwar noch vorhanden, aber hinter dem 3-Punkt-Minimenü versteckt, um nicht versehentlich geklickt zu werden.
Ebenfalls direkt zu bemerken: Das Formular ist deutlich kompakter geworden, ohne Funktionen zu verlieren. Die Redaktion profitiert von dieser Backend-UX massiv.
Wie wurde unsere Lösung angenommen?
Gin Everywhere ist eins unserer beliebtesten und meistinstallierten Module. Es beseitigt Unübersichtlichkeiten und gewisse Inkonsistenzen in jedem System, ohne zusätzlichen Aufwand zu erzeugen oder Nachteile zu bringen.
Fazit
Gin Everywhere lohnt sich im Prinzip immer. Denn unabhängig davon, ob Redaktionen regelmäßig zwischen verschiedenen Entitätstypen wechseln oder nicht – das Modul ist mit einem Klick bzw. einem Kommando installiert. Eine Konfiguration ist nicht erforderlich; alle Backend-Formulare werden direkt aufgeräumt und optimiert.
Es handelt sich um einen von vielen kleinen Convenience-Problemlösern, die wir in unseren Projekten standardmäßig anbieten. Bekannte Nachteile hat es nicht.
Typ
Contrib ModuleWeitere Contributions
Sichtbare Beteiligung: Zeige unter jedem Beitrag, wer zugestimmt hat, statt nur einer Zahl.
Sichtbare Beteiligung: Zeige unter jedem Beitrag, wer zugestimmt hat, statt nur einer Zahl.
Starre Inhalts-Layouts regelbasiert dynamisch anreichern und erweitern
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Zentrale Bedingungslogik, um Regeln wie Sprache, Seiten, Datum und mehr einheitlich redaktionell zu nutzen.
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